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MacBook Neo: Der 699-Euro-Mac (599 Dollar) überrascht in Benchmarks mit dem A18 Pro

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Escrito por Edu Diaz

März 6, 2026

Wenn du wissen willst, wie schnell das neue MacBook Neo wirklich ist – und vor allem, ob das Konzept eines günstigen Macs gegenüber einem ähnlich bepreisten Windows-Laptop oder sogar einem Chromebook aufgeht –, helfen die ersten aufgetauchten Benchmarks dabei, das Gerät einzuordnen. Entscheidend ist: Das Neo bringt etwas, das in der Mac-Welt bislang äußerst unüblich ist – einen iPhone-Chip. Konkret steckt der A18 Pro drin, der mit dem iPhone 16 Pro debütierte, allerdings mit einem wichtigen Grafik-Detail, das sich in den Ergebnissen bemerkbar macht.

Den veröffentlichten Werten zufolge erreicht das MacBook Neo 3461 Punkte im Single-Core und 8668 Punkte im Multi-Core sowie 31286 Punkte in Metal. Was heißt das in der Praxis? Die Pro-Kern-Leistung fällt für ein Gerät, das klar auf Alltagsaufgaben zielt, überraschend hoch aus, während die Multi-Core-Performance eher in der Nähe älterer Apple-Chips im Mac-Umfeld bleibt – was zum anvisierten Nutzerprofil dieses Modells passt.

Apple selbst vergleicht es in der offiziellen Kommunikation nicht mit anderen Macs, iPads oder iPhones, sondern mit PCs in derselben Preisregion. Im Marketing behauptet das Unternehmen, der A18 Pro sei bis zu 50% schneller bei täglichen Aufgaben als der meistverkaufte PC mit Intel Core Ultra 5 „in der aktuellsten verfügbaren Version“, außerdem stellt Apple bis zu 3x mehr Leistung bei On-Device-KI-Workloads und bis zu doppelt so viel bei der Fotobearbeitung in Aussicht. Das klingt stark nach Keynote-Rhetorik, aber die ersten Zahlen helfen zumindest dabei zu verstehen, in welche Richtung das Ganze zielt.

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Benchmarks: Wo das Neo im Vergleich zu iPhone, iPad und Mac einzuordnen ist

Der direkteste – und zugleich naheliegendste – Vergleich ist das iPhone 16 Pro, schließlich stammt der Chip aus derselben Familie. Das Smartphone kommt auf 3445 im Single-Core, 8624 im Multi-Core und 32575 in Metal. Heißt: Beim CPU-Ergebnis liegt das Neo praktisch gleichauf, bei der GPU etwas darunter. Das ist kein Zufall, denn das MacBook Neo hat einen Grafik-Kern weniger als das iPhone 16 Pro – der Rückgang bei Metal ist also erwartbar. Ja, es wirkt ungewohnt, wenn ein Laptop bei Grafikwerten hinter einem Smartphone liegt, aber in dieser Generation ist der Ausschlaggeber die Chip-Konfiguration, nicht die Geräteklasse.

Im Vergleich zu einem MacBook Air mit M1 hat das Neo im Single-Core einen klaren Vorsprung: Der M1 erreicht 2346 im Single-Core und 8342 im Multi-Core, dazu 33148 in Metal. Anders gesagt: Das Neo reagiert pro Kern deutlich schneller als ein M1, während es im Multi-Core auf einem ähnlichen Niveau liegt. Bei der Grafik liegt der M1 in diesem konkreten Metal-Sample noch leicht vorn – wobei hier mehr Faktoren hineinspielen und man aus einem einzelnen Ergebnis keine endgültigen Schlüsse ziehen sollte.

Das Bild verändert sich, sobald das M4 MacBook Air ins Spiel kommt: 3696 im Single-Core, 14730 im Multi-Core und 54630 in Metal. Der Sprung bei Multi-Core und GPU ist enorm – es ergibt daher wenig Sinn, zu erwarten, dass das Neo dort mithalten kann. Bei Tablets liegt das M3 iPad Air mit 3048 (Single-Core), 11678 (Multi-Core) und 44395 (Metal) erneut vorn, während das iPad 11 bei 2587, 6036 und 19395 landet.

Unterm Strich sticht das Neo in einem sehr spezifischen Punkt heraus: hoher Single-Core gemessen an seiner Ausrichtung, bei einem Multi-Core-Wert, der es eher in die Nähe dessen rückt, was ein M1 im Laptop-Bereich geliefert hat. Das passt zum entstehenden Profil: ein Mac für den Alltag, nicht für dauerhaft schwere Lasten. Eben die Art von Gerät, mit dem man „aus beruflichen Gründen“ tausend Tabs offen haben kann – und so tut, als liefe nicht nebenbei noch ein Stream in einem anderen Fenster.

Welche Aufgaben dem A18 Pro liegen – und welche nicht sein Revier sind

Im Alltag macht sich Single-Core-Performance vor allem bei Dingen bemerkbar, die ständig anfallen: Web-Browsing, Dokumenten-Apps, E-Mail, Videoanrufe oder Videowiedergabe. Genau deshalb ist dieser Wert aussagekräftiger, als er auf den ersten Blick wirkt: Ein günstiger Laptop wird nach dem subjektiven Eindruck von Flüssigkeit beurteilt – danach, wie schnell Apps starten und wie reaktionsfreudig sich alles im täglichen Einsatz anfühlt. Und hier dürfte das Neo – zumindest nach Benchmarks – sehr entspannt unterwegs sein.

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Gleichzeitig deuten Apples Einordnung und die Zahlen darauf hin, dass das MacBook Neo nicht für Szenarien gedacht ist, in denen Multi-Core dominiert: Videoschnitt, Musikproduktion, 3D-Modelling und Ähnliches. Das heißt nicht, dass sich diese Apps nicht starten lassen – aber der Anspruch ist nicht, mit Macs auf M3- oder M4-Niveau mitzuhalten, weder bei Kernzahl noch bei Grafikleistung. Wenn dein Alltag aus Renderings, langen Exporten oder schweren Projekten besteht, zeigt allein der Multi-Core-Abstand zum M4 Air, wie groß die Lücke ist.

Ebenfalls relevant ist das Thema On-Device-KI, weil Apple hier bis zu 3x gegenüber dem meistverkauften PC mit Core Ultra 5 für solche Workloads verspricht. Man sollte das vor allem als Positionierungsbotschaft lesen: Das Neo will der „für alles“-Computer sein, den man heute für Content-Konsum, Lernen, Dokumentenarbeit und zunehmend auch für lokal ausgeführte smarte Funktionen nutzt. Unter Windows etwa – wenn du den Systemstart anpassen oder diagnostizieren willst, was im Hintergrund mitlädt – findest du hier eine Anleitung zu MSConfig in Windows 10 und 11. Wird es der typische Laptop für alle, die einfach wollen, dass alles reibungslos läuft, ohne sich durch Specs zu wühlen? Vieles spricht dafür – auch wenn wir bislang nur einen Benchmark sehen, und sich der Durchschnitt verändern kann, sobald mehr Geräte im Umlauf sind.

Preis, Verfügbarkeit und was ein „Mac für 599 Dollar“ bedeutet

Das MacBook Neo startet bei 699 Euro in Europa und 599 Dollar in den USA, kann vorbestellt werden und erscheint am 11. März. Diese Zahl allein verschiebt die Perspektive: In diesem Preisbereich schaut man normalerweise auf Einstiegs-Windows-Geräte oder Chromebooks – Apple scheint dieses Segment daher mit einer einfachen Idee anzugehen: ein Mac für den Alltag, mit sehr konkurrenzfähiger Pro-Kern-CPU-Leistung und einem Performance-Argument gegenüber PCs derselben Klasse.

Ein weiteres Detail hilft beim Einordnen: Der Name „MacBook Neo“ tauchte im Zusammenhang mit einem Regulatorik-Dokument (Modell A3404) auf, das auf Apples Website veröffentlicht wurde – ohne Bilder oder zusätzliche technische Infos. Solche Hinweise sind meist trocken … bis sie am Ende bestätigen, dass das Produkt tatsächlich existiert und es sich um eine echte Ausrichtung handelt, nicht nur um Kalender-Gerüchte.

Am hilfreichsten ist an diesen ersten Daten, dass sie die Erwartungen abstecken: Das Neo wird nicht mit den leistungsstärkeren MacBook Airs konkurrieren, könnte aber zum lange erwarteten Einstiegs-Laptop für viele werden – besonders dann, wenn dir Alltags-Fluidität wichtiger ist als das Leben in Render-Warteschlangen. Und in einer Welt, in der immer mehr Geräteklassen Chip-DNA teilen, wirkt ein Mac mit iPhone-Herz nicht mehr wie eine Kuriosität, sondern zunehmend wie eine ziemlich bewusst geplante Strategie.

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Edu Diaz

Mitgründer von Actualapp und begeisterter Anhänger technologischer Innovationen. Mit einem Geschichtsstudium und beruflich als Programmierer verbinde ich akademische Strenge mit Begeisterung für die neuesten Technologietrends. Seit über zehn Jahren bin ich Technologie-Blogger und mein Ziel ist es, relevante und aktuelle Inhalte zu diesem Thema anzubieten, die allen Lesern verständlich und zugänglich sind. Neben meiner Leidenschaft für Technologie schaue ich gerne Fernsehserien und teile gerne meine Meinungen und Empfehlungen. Und natürlich habe ich eine klare Meinung zu Pizza: definitiv keine Ananas. Begleiten Sie mich auf dieser Reise durch die faszinierende Welt der Technologie und ihre vielfältigen Anwendungen in unserem Alltag.