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MSConfig in Windows 10 und 11: Was es ist und wofür es dient

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Escrito por Edu Diaz

Februar 26, 2026

Wenn ein Windows-PC plötzlich langsamer als gewohnt startet, beim Einschalten Fehler auftauchen oder du nach einem Update einfach merkst, dass „irgendetwas“ aus dem Takt geraten ist, bleibt ein Klassiker erstaunlich hilfreich: MSConfig, auch bekannt als Systemkonfiguration. Das Tool ist weder neu noch exklusiv für Windows 10 oder 11 (es gibt es tatsächlich schon seit Windows 98 und hat im Lauf der Zeit an Sichtbarkeit verloren), erfüllt aber weiterhin eine klare Funktion für alle, die diagnostizieren möchten, was beim Systemstart geladen wird – und mögliche Konflikte mit Diensten oder Treibern eingrenzen wollen.

Die Grundidee hinter MSConfig ist simpel: ein zentrales Panel, über das sich Komponenten, die beim Start von Windows ausgeführt werden, aktivieren oder deaktivieren lassen, bestimmte Startparameter anpassbar sind und mehrere Diagnosewerkzeuge erreichbar sind. Und ja: Es ist eine dieser Utilities, die viele ignorieren – bis der Rechner genau dann in den „Drama-Modus“ schaltet, wenn kurz vor der Abgabe etwas fertig werden muss oder eine Videokonferenz ansteht.

Im Kern läuft MSConfig als Systemprogramm (Datei und Befehl heißen beide msconfig), und die Oberfläche ist darauf ausgelegt, dass du schnell entscheiden kannst, wie Windows startet. Das heißt aber nicht, dass man hier blind herumklicken sollte: Eine unglückliche Änderung kann das System instabil machen – oder im schlimmsten Fall verhindern, dass Windows normal hochfährt.

MSConfig öffnen: 6 schnelle Wege in Windows

Der Einstieg ist immer derselbe: das Fenster der Systemkonfiguration öffnen. Dafür bietet Windows mehrere Abkürzungen – praktisch, wenn die Leistung ohnehin knapp ist oder du gerade mitten in der Fehlersuche steckst. Das sind die Optionen, die du je nach Fall in Windows 10 und Windows 11 nutzen kannst, ohne es unnötig kompliziert zu machen.

1) Ausführen-Dialog. Der direkteste Weg: Drücke Windows + R, tippe msconfig ein und bestätige mit OK. Nach wenigen Sekunden ist das Menü geöffnet.

2) Task-Manager. Öffne den Task-Manager (z. B. über Strg + Alt + Entf oder über die Suche im Startmenü), gehe zu Datei, wähle Neuen Task ausführen, gib msconfig ein und bestätige. Praktisch, wenn du ohnehin schon Prozesse oder die Leistung überprüfst. Falls du außerdem Apps in Windows zum Schließen zwingen möchtest, die nicht reagieren, kannst du das ebenfalls direkt dort erledigen.

3) Datei-Explorer. Drücke Windows + E, öffne Dieser PC und navigiere zu Windows > System32. Dort kannst du nach msconfig suchen und es starten, sobald es angezeigt wird.

4) Terminal (PowerShell oder Eingabeaufforderung). Klicke auf dem Desktop mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle und wähle In Terminal öffnen (oder ähnlich). Tippe msconfig und drücke Enter. Ein Klassiker für alle, die lieber mit der Tastatur als durch Menüs arbeiten.

5) Startmenü. Öffne Start, tippe MSConfig ein und wähle Systemkonfiguration. Schnell – und ohne Pfade kennen zu müssen.

6) Systemsteuerung. Öffne die Systemsteuerung, stelle die Ansicht auf Kleine Symbole, öffne Windows-Tools und suche nach Systemkonfiguration. Das ist die „klassischste“ Methode – typisch für alle, die die Systemsteuerung noch nicht ganz losgelassen haben (verständlich genug).

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Wofür MSConfig dient: Diagnose, Dienste und Start

Sobald du drin bist, entfaltet MSConfig seinen Nutzen vor allem dann, wenn du die Ursache eines Problems eingrenzen willst. Der Fokus liegt auf dem Windows-Start: Was wird geladen, mit welchen Diensten und in welchem Modus. Genau dort ist es in drei typischen Szenarien besonders hilfreich.

1) Startprobleme diagnostizieren. Wenn Windows ungewöhnlich lange zum Hochfahren braucht oder beim Einschalten Fehler auftreten, kannst du mit MSConfig einen „saubereren“ Start testen. Unter Allgemein findest du drei Optionen: Normaler Systemstart, Diagnosesystemstart und Benutzerdefinierter Systemstart. Um Probleme einzugrenzen, wählt man meist Diagnosesystemstart, der nur grundlegende Geräte und Dienste lädt, oder nutzt den Benutzerdefinierten Systemstart und entfernt das Häkchen bei Systemstartelemente laden. Ist das nicht genau das, was man braucht, wenn man vermutet, dass sich ein zusätzliches Element in den Startvorgang drängt?

2) Konfigurationsfehler beheben. Manchmal bringen geänderte Parameter, ein unglücklich angefasster Schalter oder ein modifizierter Befehl das System in einen instabilen Zustand. Hier kann MSConfig helfen – verlangt aber auch Vorsicht: Wer am falschen Punkt dreht, riskiert, dass Windows nicht mehr startet. Im Bereich Start findest du verschiedene abgesicherte Startmodi: Minimal (abgesicherter Modus mit kritischen Diensten, ohne Netzwerk), Alternative Shell (Eingabeaufforderung, ohne Oberfläche und ohne Netzwerk), Active Directory-Reparatur (für spezielle Szenarien mit Active Directory) und Netzwerk (abgesicherter Modus mit aktivem Netzwerk). Zusätzlich gibt es Startoptionen wie Kein GUI-Start, Startprotokoll, Basisvideo oder Startinformationen des Betriebssystems sowie weitere erweiterte Einträge.

3) Konflikte durch Dienste oder Treiber erkennen. Konflikte entstehen, wenn ein Dienst, ein Treiber oder sogar ein Update versucht, bereits belegte Ressourcen zu nutzen oder Systemdateien verändert. Unter Dienste kannst du mit MSConfig Dienste deaktivieren, indem du die jeweilige Checkbox aktivierst oder entfernst – wirksam nach einem Neustart. Allerdings: Einige Microsoft-Dienste lassen sich nicht deaktivieren, und das hat seinen Grund. Außerdem gibt es den Tab Systemstart, der früher zentral für die Startkontrolle war, in modernen Windows-Versionen aber in den Task-Manager verlagert wurde; der Reiter bleibt dennoch als schneller Zugang zu dieser Funktion bestehen.

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Enthaltene Tools und Vorsicht, bevor du etwas änderst

MSConfig dient nicht nur dazu, den Start anzupassen: Es enthält auch den Tab Tools, der als Launcher für Diagnose- und Systemwerkzeuge fungiert. Der Vorteil: Neben dem Öffnen wird meist auch der zugehörige Befehl angezeigt – das spart Sucharbeit, wenn du schnell zum Punkt kommen willst. In der Liste finden sich unter anderem Info zu Windows, UAC-Einstellungen ändern, Sicherheit und Wartung, Windows-Problembehandlung, Computerverwaltung, Systeminformationen, Ereignisanzeige, Systemeigenschaften, Internetoptionen, Leistungsüberwachung, Ressourcenmonitor, Task-Manager, Eingabeaufforderung, Registrierungs-Editor, Remoteunterstützung und Systemwiederherstellung. Viele davon sind heute auch über das Startmenü erreichbar, hier sind sie jedoch gebündelt und stärker auf einen technischen Workflow ausgerichtet.

Trotzdem gilt: Auch wenn MSConfig relativ einfach zu bedienen ist, sollte man es wie jedes Tool behandeln, das in den Startvorgang eingreift. Das größte Risiko besteht darin, kritische Dienste zu deaktivieren – wodurch Windows möglicherweise nicht mehr korrekt startet – oder dass das System „scheinbar“ normal läuft, aber Funktionen verliert, langsamer wird oder bestimmte Komponenten nicht mehr wie gewohnt reagieren. Deshalb solltest du vor Änderungen genau prüfen, was du an- oder abwählst, keine Einstellungen setzen, deren Wirkung du nicht sicher einschätzen kannst, und – wenn möglich – vorher ein Backup vorbereiten: der Klassiker, den niemand machen möchte … bis man ihn braucht.

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Edu Diaz

Mitgründer von Actualapp und begeisterter Anhänger technologischer Innovationen. Mit einem Geschichtsstudium und beruflich als Programmierer verbinde ich akademische Strenge mit Begeisterung für die neuesten Technologietrends. Seit über zehn Jahren bin ich Technologie-Blogger und mein Ziel ist es, relevante und aktuelle Inhalte zu diesem Thema anzubieten, die allen Lesern verständlich und zugänglich sind. Neben meiner Leidenschaft für Technologie schaue ich gerne Fernsehserien und teile gerne meine Meinungen und Empfehlungen. Und natürlich habe ich eine klare Meinung zu Pizza: definitiv keine Ananas. Begleiten Sie mich auf dieser Reise durch die faszinierende Welt der Technologie und ihre vielfältigen Anwendungen in unserem Alltag.