Geld per Smartphone zu verwalten klingt längst nicht mehr nach „Zukunft“, sondern nach Alltag – und in diesem Umfeld hat sich Revolut in Spanien einen großen Platz erobert. Wenn du verstehen willst, was Revolut ist, was du konkret mit der App machen kannst und wie sich die Tarife unterscheiden, findest du hier einen klaren Überblick mit Einordnung – ohne den Blick auf das zu verlieren, was wirklich zählt: Limits, Funktionen für den Alltag und dieser „alles in einer App“-Ansatz, den manche lieben … und der andere skeptisch werden lässt.
Revolut ist eine Digitalbank mit Sitz im Vereinigten Königreich, vielen vor allem vom Reisen bekannt (ja, die Karte, die viele am Flughafen zücken) – doch das Angebot geht deutlich darüber hinaus. Über die App kannst du Zahlungen empfangen und ausführen, Währungen tauschen, Geld senden und zusätzlich auf weitere Tools rund um Sparen und Investment zugreifen. Und wie bei modernen Finanz-Apps üblich liegt der Reiz darin, dass fast alles ohne Filiale funktioniert – denn eine gibt es hier schlicht nicht.
In Spanien läuft der Support hauptsächlich über einen 24/7 verfügbaren In-App-Chat. Auch das Sperren der Karte ist jederzeit in der App möglich; alternativ gibt es eine automatisierte Telefonlinie (+ 37052143608), die auf solche Vorgänge und auf abgespielte Informationen ausgelegt ist. Insgesamt wirkt das wie ein Service, der darauf ausgelegt ist, schnell aus der Hosentasche heraus zu funktionieren – was großartig klingt, bis man sich daran erinnert, wie gern wir manchmal „mit jemandem sprechen“, wenn etwas schiefläuft.
Was ist Revolut und was kannst du in der App erledigen?
Revolut funktioniert als digitale Banking-Plattform, mit der du per Smartphone eine recht breite Palette an Funktionen nutzen kannst. Im Kern geht es um Kontostand und Umsätze, Kartenverwaltung (aktivieren/deaktivieren, Zahlungen prüfen) und Überweisungen inklusive Auslandsüberweisungen. Darüber hinaus gibt es eher „Ökosystem“-Funktionen, die erklären, warum Revolut bei allen beliebt geworden ist, die ihre Finanzen an einem Ort bündeln möchten.

Zu den hervorstechenden Optionen zählt der Währungsumtausch direkt in der App mit mehr als dreißig Währungen sowie die Möglichkeit, im Ausland an Geldautomaten Bargeld abzuheben – passend zu ihrem Image als Reisebegleiter. Im kostenlosen Tarif wird eine Währungsumrechnung mit 0% Gebühr bis zu einem Limit von 6.000 Euro pro Monat (umgerechneter Betrag) genannt. Außerdem gehört eine physische Karte zum Angebot, um bezahlen und Geld abheben zu können, ohne vom Smartphone abhängig zu sein (auch wenn wir alle wissen, dass NFC und digitale Wallets längst bereitstehen).
Die App bringt außerdem Tools mit, um Geld besser zu organisieren, etwa Pockets für die Verwaltung von Rechnungen, die Option, Spaces bzw. Unterkonten fürs Sparen anzulegen, sowie Funktionen, um Geld von Kontakten anzufordern – praktisch, wenn eine Rechnung geteilt werden soll und niemand Lust auf Kopfrechnen hat. Hinzu kommen Benachrichtigungen zu Aktivitäten, Budgets für die persönliche Finanzplanung und eine Cashback-Funktion, die mit der Hotelbuchung über Revolut verknüpft ist.
Besonders ausgebaut hat Revolut im Laufe der Zeit den Investment-Bereich: Du kannst in Aktien, Geldmarktfonds und weitere Produkte investieren sowie Kryptowährungen direkt auf der Plattform kaufen und verkaufen. Für die einen ist alles integriert zu haben die Definition von Komfort; für andere ist es die typische App, die der Universal-Fernbedienung für die eigenen Finanzen sein will – und wie so oft gewinnt sie dabei nicht immer über Spezialisierung.
Auch für Minderjährige gibt es Angebote. Revolut ermöglicht ein kostenloses Konto für Jugendliche von 6 bis 17 Jahren mit eigener App und Karte. Ab 14 Jahren kann der Jugendliche mit Zustimmung von Vater, Mutter oder Vormund ein kostenloses Konto eröffnen; ist er 13 oder jünger, wird das Konto aus der App eines Erwachsenen heraus erstellt. Außerdem sind Zahlungen zwischen Revolut-Nutzern unter 18 erst ab 14 verfügbar – ein Detail, das Eltern mehr Kontrolle geben und einfache Überweisungen an Unbekannte verhindern soll.
Revolut-Tarife: Standard, Plus, Premium, Metal und Ultra
Ein Schlüssel zum Verständnis von Revolut ist, dass es einen kostenlosen Tarif (Standard) und mehrere Bezahl-Tarife gibt, die Vorteile, Limits und Extras schrittweise ausbauen. Standard hat keine monatliche Gebühr und richtet sich an alle, die ein Online-Konto für den Alltag oder zum Bezahlen im Ausland nutzen möchten. In diesem Tarif wird die Möglichkeit erwähnt, bis zu 200 Euro pro Zeitraum gebührenfrei am Geldautomaten abzuheben – ein typisches Limit, um gelegentliche von intensiver Nutzung zu unterscheiden.
Danach folgt Plus für 3,99 Euro pro Monat oder 39,99 Euro pro Jahr. Enthalten sind unter anderem ein kostenloses Konto im Vereinigten Königreich, eine personalisierbare Karte, ein kostenloses Euro-Konto mit IBAN, priorisierter Kundenservice sowie Funktionen rund um Revolut Junior.
Premium kostet 8,99 Euro pro Monat oder 90 Euro pro Jahr und bietet exklusive Kartendesigns, priorisierten Support, Junior-Funktionen sowie Extras wie Kaufschutz, Auslandskosten und internationale Krankenversicherung und mehr. Praktisch ist das häufig die Stufe für alle, die regelmäßig reisen und zusätzliche Absicherungen möchten, ohne ständig zwischen verschiedenen Anbietern wechseln zu müssen.

Beim Metal-Tarif ( 15,99 Euro pro Monat oder 155 Euro pro Jahr ) ist die Idee, das „Rundum-Paket“ zu liefern – inklusive kontaktloser Karte und der Möglichkeit, bis zu 1% Cashback zu erhalten (wie angegeben). Darüber liegt Ultra, zunächst für 45 Euro pro Monat für drei Monate und danach 55 Euro pro Monat; bei jährlicher Zahlung 660 Euro. Er richtet sich an alle, die innerhalb des Revolut-Ökosystems das Maximum wollen, und umfasst beworbene Vorteile im Wert von über 5.000 Euro pro Jahr, etwa unbegrenzten Zugang zu Airport-Lounges oder monatliche Datentarife.
Heißt das, der beste Tarif ist immer der teuerste? Nicht unbedingt: Bei Revolut – wie bei fast jedem „Stufenmodell“ – hängt es davon ab, ob du höhere Limits, priorisierten Support oder Versicherungen wirklich nutzt. Andernfalls zahlst du am Ende für eine Funktionsliste, die auf dem Papier großartig klingt … und dann in der Schublade „schaue ich mir irgendwann an“ verschwindet.
Vorteile, Limits und Nachteile: was du unbedingt wissen solltest
Der sichtbarste Vorteil ist die 100% Online-Verwaltung mit einem kostenlosen Konto und einer Bedienung, die stark aufs Smartphone ausgerichtet ist – passend dazu, wie wir digitale Dienste längst nutzen, von Messenger-Apps bis Smart-Home (und ja, manchmal mit ähnlicher Abhängigkeit von Benachrichtigungen). Ebenfalls hervorzuheben sind der Währungsumtausch in der App und der Nutzen auf Reisen sowie die Verfügbarkeit von Versicherungen in bestimmten Tarifen, die Vorfälle rund um Zahlungen, Reisen oder Ereignisse wie Verspätungen oder Stornierungen abdecken sollen – vorausgesetzt, die Käufe wurden mit der Karte bezahlt.
Revolut bietet zudem verzinste Konten, die Zinsen generieren, während das Geld verfügbar bleibt. Diese Zinsen variieren je nach Tarif und können sich häufig ändern, wenn die Europäische Zentralbank die Leitzinsen anpasst. Wie angegeben, hat dieser Punkt, der eine Zeit lang besonders attraktiv war, nach und nach etwas an Reiz verloren.
Auf der weniger angenehmen Seite stehen Limits für Überweisungen oder Ausgaben in bestimmten Zeiträumen – das kann stören, wenn du größere Beträge bewegen musst. Außerdem können einige Funktionen mit nicht immer sofort offensichtlichen Gebühren verbunden sein; Bedingungen zu lesen, bevor man konkrete Services aktiviert, gehört daher zum „Erwachsenenmodus“, den jede Finanz-App verlangt.
Beim Thema Investment wird erwähnt, dass einige Fachmedien Revolut im Vergleich zu ähnlichen Alternativen höhere Gebühren zuschreiben, was Investieren hier weniger attraktiv machen kann, wenn es dir vor allem um Kostenoptimierung geht. Und dann ist da die Grundsatzfrage: Revolut hat sein Angebot um viele Optionen erweitert – diese Breite kann man als mangelnde Spezialisierung wahrnehmen … oder als Vorteil für alle, die Zeit sparen und alles an einem Ort bündeln möchten.
Zuletzt gilt wie bei jeder Online-Finanzplattform: Ein Teil der Sicherheit hängt auch vom Nutzer ab – starkes Passwort, geschütztes Gerät und vorsichtige Gewohnheiten, um das Risiko von Betrug oder Identitätsdiebstahl zu senken. In Spanien scheint es zumindest kein Problem mit eingeschränktem Support zu geben, da der 24/7-Chat in der App verfügbar ist und Revolut unter europäischer Regulierung arbeitet.

