Um die erweiterten Systemeinstellungen in Windows 10 und Windows 11 zu öffnen, drücke Windows + R, gib SystemPropertiesAdvanced ein und bestätige mit der Eingabetaste. Du landest direkt auf der Registerkarte Erweitert der Systemeigenschaften, wo sich die Einstellungen für Leistung, Benutzerprofile, Starten und Wiederherstellen sowie die Umgebungsvariablen befinden.
Das ist der direkteste Weg, du kannst die Ansicht aber auch über die Suche, in Windows 11 über die Einstellungen oder über eine Konsole aufrufen. Entscheidend ist, dieses Fenster von anderen ähnlich benannten Einstellungen zu unterscheiden: Windows bewahrt weiterhin seine klassischen Bereiche, auch wenn sich die Oberfläche immer wieder verändert.
So öffnest du die erweiterten Systemeinstellungen
Wenn du dir keine Befehle merken möchtest, nutze die Suche in der Taskleiste und gib Erweiterte Systemeinstellungen anzeigen ein. Wähle das entsprechende Ergebnis aus oder drücke die Eingabetaste, sobald es markiert ist; die Systemeigenschaften öffnen sich direkt auf der benötigten Registerkarte, ohne dass du dich durch mehrere Menüs klicken musst.
Die Methode über Ausführen ist besonders praktisch, weil sie sowohl unter Windows 10 als auch unter Windows 11 funktioniert. Nachdem du Windows + R gedrückt hast, kannst du SystemPropertiesAdvanced oder alternativ sysdm.cpl ,3 eingeben. Beide Wege führen zu den erweiterten Optionen, du musst also nicht alle ausprobieren, wenn der erste bereits funktioniert.
Unter Windows 11 kannst du auch den grafischen Weg nehmen: Öffne die Einstellungen mit Windows + I, wähle System aus und gehe zum Bereich „Info“, der sich am Ende der Liste befindet. Suche dort unter den zugehörigen Links zu den Geräteinformationen nach Erweiterte Systemeinstellungen.

Hast du bereits eine Konsole geöffnet und möchtest das Werkzeug nicht wechseln? Suche nach Eingabeaufforderung oder Windows PowerShell, klicke mit der rechten Maustaste auf das Ergebnis und wähle „Als Administrator ausführen“. Gib anschließend SystemPropertiesAdvanced ein und drücke die Eingabetaste.
Wenn du PowerShell verwendest, solltest du bei diesem Befehl bleiben: Die für „Ausführen“ beschriebene Alternative sysdm.cpl ,3 funktioniert zwar auch in der Eingabeaufforderung, verhält sich in PowerShell aber nicht gleich. Einen funktionalen Vorteil bietet der Weg über die Konsole nicht; alle diese Methoden führen zum selben Fenster und zu denselben Optionen.
Was du in diesen erweiterten Optionen ändern kannst
Der Bereich Leistung enthält einen großen Teil der Einstellungen, nach denen du wahrscheinlich suchst. Über die Schaltfläche „Einstellungen“ öffnet sich ein weiteres Fenster mit Optionen zu visuellen Effekten, zur Verteilung der Prozessorressourcen, zur Auslagerungsdatei und zur Datenausführungsverhinderung. Sie sind zwar zusammengefasst, erfüllen aber jeweils unterschiedliche Zwecke.
Unter Visuelle Effekte kann Windows automatisch die passende Kombination für den PC auswählen; alternativ lässt sich die Darstellung priorisieren, die beste Leistung auswählen oder jeder Effekt einzeln anpassen. Es handelt sich um eine Abwägung zwischen optischer Darstellung und Leistung, nicht um einen versteckten Turbo-Schalter im System.
In den erweiterten Leistungsoptionen kannst du festlegen, ob die Prozessorressourcen Programme oder Hintergrunddienste bevorzugen sollen, und außerdem die Auslagerungsdatei ändern. Das sind spezifischere Einstellungen als die visuellen Effekte und sollten entsprechend behandelt werden, statt Werte nur deshalb zu verändern, weil sie verfügbar sind.
Die Datenausführungsverhinderung, kurz DEP, hilft beim Schutz vor Schäden durch Viren. Standardmäßig ist sie für wichtige Windows-Programme und -Dienste aktiviert; in diesem Abschnitt lässt sich verwalten, welche Programme von diesem Schutz ausgenommen werden.
Der Bereich Benutzerprofile ermöglicht es, die Profile auf dem Computer einzusehen, zu löschen oder zu kopieren, dient aber nicht dazu, neue Konten zu erstellen oder den Benutzernamen zu ändern. Starten und Wiederherstellen bündelt wiederum die Auswahl des standardmäßig zu startenden Betriebssystems, bestimmte Startparameter und das Verhalten bei einem Systemfehler.
Über Umgebungsvariablen lassen sich schließlich Benutzer- und Systemvariablen hinzufügen oder bearbeiten. Ein Beispiel ist das Hinzufügen des Speicherorts eines Programms zu PATH, wie es beim Installieren von FFmpeg unter Windows der Fall ist, damit es über die Befehlszeile ausgeführt werden kann.

Wenn der Link nicht angezeigt wird oder du keinen Zugriff hast
Wenn der Link in den Windows-11-Einstellungen nicht erscheint, bedeutet das nicht, dass du in dieser App weiter danach suchen solltest. Es wurden Fälle gemeldet, in denen er ohne klare Erklärung und ohne konkrete Lösung fehlt; um das Fenster zu öffnen, nutze die Suche oder den eingangs genannten Ausführen-Befehl.
Eine andere Situation liegt vor, wenn der Zugriff durch Administratorrechte eingeschränkt ist. Verwendest du einen Arbeits- oder Schulcomputer, wende dich an die zuständige IT-Abteilung; handelt es sich um einen gemeinsam genutzten PC, bitte die Person mit dem Administratorkonto um Hilfe. Ein anderer Zugriffsweg ersetzt diese Berechtigungen nicht.
Außerdem solltest du eine Verwechslung vermeiden: Der Bereich System und seine erweiterten Optionen in den Windows-11-Einstellungen ist nicht zwangsläufig dieses klassische Fenster. Dort findest du möglicherweise Einstellungen zur Taskleiste, zum Datei-Explorer, zum virtuellen Arbeitsbereich und zum Terminal, während die Systemeigenschaften die zuvor beschriebenen Optionen bündeln.
Wenn du im Fenster angekommen bist, öffne nur den Bereich, den du benötigst, und ändere nichts, was du nicht verstehst. Falls das Problem direkt nach einem Patch aufgetreten ist, kann es sinnvoller sein, ein Windows-Update zu deinstallieren, statt diese erweiterten Optionen anzupassen. Wenn der Computer korrekt funktioniert oder du das Problem nicht eindeutig identifiziert hast, sind diese Einstellungen kein geeigneter Ausgangspunkt zum Experimentieren: Viele Windows-Fehler lassen sich über die Einstellungen-App oder mit einer Problembehandlung beheben, ohne empfindlichere Parameter anzutasten.

