Wer zwischen dem iPhone 18 Pro Max und dem Samsung Galaxy S26 Ultra wählen möchte, sollte über das reine Datenblatt hinausblicken: Samsung bietet konkrete Vorteile bei Gewicht, Zoom und integrierten Werkzeugen, während Apple auf mehr fotografische Kontrolle und Verbesserungen bei der Akkulaufzeit setzt, die noch unabhängig überprüft werden müssen. Wenn du entscheiden willst, welches Modell du kaufen solltest, muss genau dieser Unterschied zwischen angekündigten Funktionen und gemessenen Ergebnissen den Vergleich prägen.
Nach den von Gadget Hacks zusammengetragenen Informationen hat das Galaxy bereits das Labor von PCMag durchlaufen, während für das neue iPhone noch kein vollständiger Test vorliegt. Welchen Sinn hat es, einen Sieger zu küren, wenn einer der beiden Konkurrenten die Prüfungen noch gar nicht abgeschlossen hat?
Preis, Design und Display: die praktischen Unterschiede
Beim Einstiegspreis liegen beide Modelle kaum auseinander: Die für die USA genannten Preise betragen 1.299 US-Dollar für das iPhone und 1.299,99 US-Dollar für das Galaxy, jeweils mit 256 GB Speicher. Das sind keine deutschen Preise, weshalb man bei der Budgetplanung keine direkte Umrechnung in Euro zugrunde legen sollte.
Apple bietet außerdem 512 GB, 1 TB und 2 TB an, wobei die letztgenannte Konfiguration bei 2.499 US-Dollar liegt; Samsung geht bis 1 TB für 1.799,99 US-Dollar. Das Galaxy mit der größten Speicherausstattung verfügt über 16 GB RAM, gegenüber 12 GB beim Basismodell und bei allen iPhone-Versionen. Wer große Mengen an Videomaterial speichern muss, für den sind die 2 TB ein relevanterer Unterschied als der anfängliche Gleichstand.

In der Hand spielt Samsung eine weitere Stärke aus: Das Gerät wiegt 214 Gramm und ist 7,9 mm dick, während Apple auf 249 Gramm und 8,75 mm kommt. Beide besitzen Displays mit 6,9 Zoll, doch diese 35 Gramm Unterschied können sich bei längerer Nutzung bemerkbar machen.
Das Galaxy ergänzt zudem den integrierten S Pen und Privacy Display, das den Bildschirm bei seitlichem Blickwinkel abdunkelt. Sein Dynamic-AMOLED-2X-Panel bietet eine höhere Auflösung, auch wenn PCMag es für schwierig hält, den Unterschied im Alltag wahrzunehmen. Apple nennt bis zu 3.000 Nits Helligkeit im Freien gegenüber 2.600 Nits bei Samsung, ein theoretischer Vorteil, der noch unabhängig gemessen werden muss. In den US-amerikanischen Versionen setzt das iPhone außerdem ausschließlich auf eSIM, während das Galaxy weiterhin einen Steckplatz für eine physische SIM-Karte bietet.
Kameras: mehr Zoom oder mehr kreative Kontrolle
Samsung setzt auf ein besonders flexibles Kamerasystem: eine 200-MP-Hauptkamera, ein 50-MP-Ultraweitwinkel und zwei Teleobjektive, eines mit 50 MP und 5-fachem optischem Zoom sowie ein weiteres mit 10 MP und 3-fachem Zoom. Zwei unterschiedliche Telebrennweiten erweitern die Möglichkeiten beim Bildausschnitt, belegen für sich genommen aber noch keine überlegene Qualität.

Das iPhone kontert mit drei 48-MP-Kameras für Hauptkamera, Ultraweitwinkel und 4-fach-Teleobjektiv. Die interessanteste Neuerung liegt jedoch nicht in zusätzlichen Sensoren, sondern in der variablen Blende der Fusion-Hauptkamera: Ein Mechanismus mit sechs Lamellen ermöglicht die Auswahl von vier Stufen zwischen f/1,48 und f/4,0, um bei wenig Licht zu arbeiten oder eine größere Schärfentiefe zu erzielen.
Diese Unterscheidung ist hilfreicher als ein reiner Megapixel-Vergleich: Samsung bietet zwei optische Tele-Zoomstufen, während Apple ein Werkzeug einführt, mit dem sich direkt in die Aufnahme eingreifen lässt. Der Automatikmodus bleibt bequem, doch hier gibt es zusätzliche Kontrollen für alle, die mehr bedienen möchten als nur den Auslöser.
Bei Video integriert Apple ProRes RAW, Apple Log 2, Multikamera-Synchronisierung per Genlock und 4K-Aufnahmen mit 120 Bildern pro Sekunde inklusive Dolby Vision. Das ist ein Ansatz, der auf spätere Bearbeitung und Farbkorrektur ausgelegt ist; Samsung wiederum ermöglicht Aufnahmen in 8K.
Es gibt keinen direkten Kameravergleich, der klärt, welches Modell die besseren Ergebnisse liefert. Bis Bilder unter vergleichbaren Bedingungen vorliegen, sollte man nach den Werkzeugen entscheiden, die man tatsächlich nutzen wird, und nicht jede höhere Zahl automatisch als Sieg interpretieren.
Akkulaufzeit, künstliche Intelligenz und Kaufentscheidung
Beim Akku ist besondere Vorsicht geboten. Apple nennt bis zu 30 Stunden typische Nutzung und 45 Stunden Videowiedergabe, doch bislang handelt es sich um Herstellerangaben. PCMag maß beim Galaxy S26 Ultra 15 Stunden und 5 Minuten sowie mehr als 32 Stunden beim iPhone 17 Pro Max; Letzteres ist jedoch das Vorgängermodell, sodass sich das iPhone 18 Pro Max dadurch nicht zum Sieger erklären lässt.

Auch veröffentlichte Tests, die den A20 Pro direkt mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 vergleichen, gibt es noch nicht. Apple schreibt seinem 2-Nanometer-Chip und der überarbeiteten Kühlung eine um bis zu 40 % bessere Dauerleistung zu, was bislang ebenfalls nicht unabhängig bestätigt ist. Beim Laden geben beide Hersteller rund 50 % in 15 Minuten mit einem kompatiblen 60-W-Adapter an; beigelegt wird dieser bei keinem der beiden Modelle.
Künstliche Intelligenz bringt eine weitere Einschränkung mit sich. Die erneuerte Siri kommt mit iOS 27 in der Beta zunächst nur auf Englisch, Spanisch ist für den Monat nach dem Start vorgesehen. Samsung kombiniert Galaxy AI und Google Gemini Live, wobei man prüfen sollte, welche Funktionen im jeweiligen Markt verfügbar sind. Ein Kauf allein wegen einer KI-Demonstration hat weiterhin etwas davon, eine Beta zu installieren und zu erwarten, dass sie sich wie eine finale Version verhält.
Nach aktuellem Stand passt das Galaxy besser, wenn du geringeres Gewicht, S Pen und zwei Teleobjektive priorisierst. Das iPhone ist attraktiver, wenn du iOS bevorzugst, 2 TB Speicher benötigst oder die variable Blende sowie die Videowerkzeuge nutzen wirst. Wenn deine Entscheidung vor allem von Akku, Leistung oder Fotoqualität abhängt, ist es vernünftiger, vor dem Kauf den unabhängigen Test des iPhone abzuwarten.

