Wenn du den Bildschirm deines Laptops vor einer Gruppe zeigen musst, willst du im Kern zwei Dinge wissen: welche Verbindung du nutzen solltest (Kabel oder drahtlos) und wo du klicken musst, damit der Beamer genau das anzeigt, was du erwartest – entweder als Spiegelung oder als erweiterter Desktop. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen reicht ein HDMI-Kabel oder – sofern Laptop und Beamer es unterstützen – eine drahtlose Projektionsoption. Danach musst du nur noch den passenden Anzeigemodus auswählen.
Bevor du dich durch Menüs klickst, lohnt sich ein kurzer Check der „Hauptdarsteller“: der Ausgangsport am Laptop und der Eingang am Beamer. Bei Windows-Laptops sind HDMI oder DisplayPort am häufigsten, während bei älteren Modellen teils noch VGA zu finden ist. Beim Mac, besonders bei neueren Notebooks, ist meist USB‑C Standard – erwartet der Beamer jedoch HDMI, DVI oder VGA, brauchst du sehr wahrscheinlich einen Adapter. Kennst du das: Das richtige Kabel ist da, aber der passende „Dongle“ fehlt genau im ungünstigsten Moment? Eben.
Nach diesem schnellen Abgleich folgt die Entscheidung: Kabel (am direktesten) oder kabellos (bequemer, aber abhängig von Kompatibilität und mitunter auch von der Qualität).
Kabelverbindung unter Windows: HDMI, DVI oder VGA
Am einfachsten verbindest du einen Windows-Laptop meist per Kabel mit einem Beamer. Haben Beamer und Laptop HDMI, umso besser: Stecke das HDMI-Kabel in den Anschluss am Laptop und in den am Beamer. Bei vielen Geräten sind die Ports beschriftet; wenn nicht, achte auf die Form des Steckers und wähle den Anschluss, der exakt passt – ohne Gewalt. Hat dein Laptop DisplayPort oder bietet der Beamer kein HDMI, kann je nach Eingang (zum Beispiel DVI oder VGA) ein Adapter nötig sein.
Wenn beide Geräte eingeschaltet sind, stellt Windows eine schnelle Auswahl der Anzeigemodi bereit. In Windows 10 und Windows 11 öffnest du sie mit Windows + P und wählst, was passieren soll:
Nur PC-Bildschirm: Der Beamer zeigt nichts, alles bleibt auf dem Laptop.
Duplizieren: Der Beamer zeigt exakt dasselbe wie der Laptop.
Erweitern: Der Beamer wird zur „zweiten Anzeige“, als würdest du mehr Desktop-Fläche hinzufügen; Inhalte musst du dann in diesen erweiterten Bereich ziehen.
Nur zweiter Bildschirm: Der Beamer zeigt das Bild, der Laptop-Bildschirm bleibt ohne Anzeigeinhalt.
In Unterrichts- oder Meeting-Situationen ist Duplizieren meist der schnellste Einstieg. Erweitern ist dagegen ideal, wenn du deine Notizen am Laptop behalten und die Präsentation groß projizieren möchtest – sofern du im Blick behältst, in welchem Bereich welches Fenster liegt.

Drahtlose Projektion unter Windows: Bluetooth und Miracast
Wenn dein Beamer drahtlose Konnektivität bietet, kannst du versuchen, ohne Kabel auszukommen – wobei du wissen solltest, was du dabei gewinnst und was du eventuell einbüßt. Manche Beamer unterstützen eine Verbindung per Bluetooth, allerdings mit einem wichtigen Hinweis: Video kann an Qualität verlieren, wenn die Bandbreite nicht ausreicht. Für eine flüssige Darstellung ist das daher nicht immer die beste Wahl.
Bei Beamern mit Bluetooth gibt es meist eine Taste am Gerät selbst oder auf der Fernbedienung, um die Funktion zu aktivieren und den Beamer in den sichtbaren bzw. Kopplungsmodus zu versetzen. Findest du keine Option für den Pairing Mode (Kopplungsmodus), ist es sehr wahrscheinlich, dass dieses Modell kein Bluetooth unterstützt.
Unter Windows öffnest du dazu im Startmenü die Einstellungen für Bluetooth und andere Geräte, stellst sicher, dass Bluetooth aktiviert ist, klickst auf Gerät hinzufügen und wählst den Beamer aus. Beim ersten Koppeln kann Windows dich auffordern, Zahlen oder einen Code zu bestätigen – das ist bei solchen Verbindungen ganz normal.
Nach der Verbindung kannst du wieder über Windows + P die Projektion steuern und zwischen Duplizieren, Erweitern und den übrigen Modi wählen. In der Praxis entscheidet hier vor allem die tatsächliche Kompatibilität des Beamers und die Wiedergabequalität, denn nicht jedes Szenario ist für drahtloses Streaming gleichermaßen „unkompliziert“.
Außerdem unterstützen manche Windows-Geräte Miracast. Wenn Laptop und Beamer Miracast beherrschen, kannst du ohne Kabel projizieren. Um zu prüfen, ob dein Windows Miracast unterstützt, suche nach der App Verbinden und öffne sie. Ist sie verfügbar und bietet der Beamer ebenfalls Miracast, ersparst du dir mit der Kopplung oft den Adapter-Zirkus.
Mac mit Beamer: Adapter und AirPlay
Am Mac führen grundsätzlich zwei Wege zum Ziel: per Kabel oder per AirPlay. Bei der Kabelverbindung ist der kritische Punkt meist der Anschluss: Viele aktuelle MacBooks haben nur USB‑C. Nutzt der Beamer HDMI, DVI oder VGA, brauchst du daher einen Adapter, der diesen Ausgang entsprechend umsetzt. Ist alles verbunden, verwaltest du die Anzeige über die Systemeinstellungen. In aktuellen Versionen öffnest du Systemeinstellungen, gehst zu Monitore und prüfst, ob der Beamer als erkannte Anzeige auftaucht. Wenn nicht, ist sehr wahrscheinlich etwas nicht korrekt angeschlossen.

Dort kannst du wählen, ob du den Desktop spiegeln möchtest (gleiches Bild auf Mac und Beamer) oder ob du ihn erweitern willst, um den Beamer als zweiten Bildschirm zu nutzen. Das Prinzip entspricht dem unter Windows – nur mit der Terminologie und dem Ablauf von macOS.
Wenn du lieber kabellos arbeitest, kommt AirPlay ins Spiel – vorausgesetzt, der Beamer ist kompatibel. Ist er das nicht, kannst du alternativ einen AirPlay-Empfänger oder ein Apple TV an den Beamer anschließen. In diesem Fall ist vor allem eines entscheidend: Apple TV und Mac müssen im gleichen WLAN sein.
Wenn alles im selben WLAN ist, öffne am Mac das Kontrollzentrum in der Menüleiste, gehe zu Bildschirmsynchronisierung und wähle den Beamer (oder das am Beamer angeschlossene Gerät) aus der Liste. Erscheint ein Code in der Projektion, musst du ihn am Mac eingeben, um die Verbindung abzuschließen. Danach kannst du – je nach verfügbaren Optionen – entscheiden, ob du den gesamten Bildschirm teilst, nur ein Fenster sendest oder den Desktop erweiterst.
Und wenn du vor allem Inhalte konsumierst: Viele Streaming-Plattformen integrieren AirPlay direkt in ihre Player-Steuerung. Du musst während der Wiedergabe nur auf das AirPlay-Symbol tippen und das Gerät auswählen. Zum Beenden der Übertragung tippst du erneut auf AirPlay und wählst deinen Mac, um die Verbindung zu trennen. Eine dieser Funktionen, die – wenn sie beim ersten Mal klappt – genau das Gefühl vermittelt, dass das Ökosystem seinen Job macht … so, wie es sollte.

