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Spotify verbessert „Nachrichten“ mit Echtzeit-Höraktivität und Jam

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Escrito por Edu Diaz

Januar 7, 2026

Spotify versucht schon seit Längerem, mehr zu sein als nur ein Player – denn Musik (und auch Podcasts oder Hörbücher) wird nicht im luftleeren Raum konsumiert: Man spricht darüber, empfiehlt sie weiter und teilt sie. Mit dieser Idee hat die Plattform im vergangenen Jahr Nachrichten eingeführt, damit das Verschicken dessen, was man gerade hört, nicht davon abhängt, in eine andere App zu wechseln. Die Zahlen dahinter sind eindeutig: fast 40 Millionen Nutzer haben seitdem rund 340 Millionen Nachrichten verschickt – ein klares Signal dafür, dass viele Spotify auch als eine Art „soziale Verbindung“ zwischen Freunden und Familie nutzen.

Jetzt erweitert das Unternehmen dieses Erlebnis um zwei neue Funktionen innerhalb von Nachrichten: Höraktivität (um in Echtzeit zu sehen, was deine Kontakte gerade hören) und Jam anfordern (um diesen Moment direkt in eine gemeinsame Session zu verwandeln). Wenn du dich schon einmal gefragt hast „Hört die Person gerade etwas, das man kommentieren könnte?“ oder eine Hör-Session synchronisieren wolltest, ohne parallel irgendwo anders eine Gruppe aufmachen zu müssen, zielt dieses Update genau darauf ab.

Höraktivität: Was gerade läuft – ohne den Chat zu verlassen

Die Höraktivität ist eine optionale (Opt-in-)Funktion, die in Nachrichten anzeigt, welche Musik du in diesem Moment hörst. Wenn du gerade nichts abspielst, wird stattdessen dein zuletzt abgespielter Song angezeigt. Der Ansatz ist dabei klar kontrolliert: Es wird nicht für alle veröffentlicht, sondern ist nur für Freunde und Familienmitglieder sichtbar, mit denen du in Nachrichten bereits verbunden bist. Heißt: kein „Broadcast“ deiner Hörgewohnheiten an Unbekannte – etwas, das oft Reibung erzeugt, wenn Apps zu sozial werden.

Auch bei der Privatsphäre gibt es einen interessanten Punkt: Du kannst die Aktivität anderer sehen, selbst wenn du sie bei dir nicht aktiviert hast – vorausgesetzt, diese Personen haben sich entschieden, sie zu teilen. Das passt zu einem sehr realen Nutzungsverhalten: Manche schauen lieber erst einmal, statt selbst etwas preiszugeben – wie wenn man nur mitliest, ohne zu schreiben (ja, wir kennen alle jemanden, der so ist).

Zum Aktivieren verweist Spotify auf Datenschutz und soziale Einstellungen, erreichbar über das Seitenpanel neben der Schaltfläche Profil anzeigen. Ist die Funktion eingeschaltet, erscheint die Aktivität sowohl in der Chat-Zeile im Seitenpanel als auch oben in den Nachrichten-Chats – sie ist also nicht irgendwo in einem Untermenü versteckt.

Was passiert, wenn du auf die Höraktivität eines Kontakts tippst? Es öffnet sich eine Reihe schneller Aktionen: Titel zur Bibliothek hinzufügen, Wiedergabe starten, das Kontextmenü des Songs öffnen oder mit einem der sechs Standard-Emojis reagieren. Ein kleines Detail, das aber gut dazu passt, wie wir heute Feeds und Chats nutzen: ansehen, antippen, speichern oder reagieren – ohne großes Drumherum.

Und falls noch Zweifel bestehen: Spotify betont, dass die Höraktivität nur mit Personen geteilt wird, denen du in Spotify bereits Nachrichten geschickt hast, dass du entscheidest, welche Kontakte sie sehen können, und dass du sie jederzeit deaktivieren kannst. In einer Zeit, in der sich jede Datenschutzeinstellung wie eine endlose Nebenquest anfühlt, ist es angenehm, wenn es so direkt bleibt.

Jam anfordern: Von „du hörst gerade“ zu „wir hören zusammen“

Die zweite Neuerung heißt Jam anfordern und ist für den naheliegenden nächsten Schritt gedacht: Wenn du siehst, dass jemand etwas hört – warum nicht sofort daraus ein gemeinsames Erlebnis machen? Spotify hatte Jam bereits, und laut dem Unternehmen ist die Popularität so stark gestiegen, dass sich die täglich aktiven Nutzer im Jahresvergleich mehr als verdoppelt haben. Trotzdem blieb das typische Problem beim Remote-Hören: Wenn man nicht physisch zusammen ist, ist schwer einzuschätzen, ob die andere Person gerade verfügbar ist, um zu synchronisieren.

Mit dieser Funktion soll das Timing deutlich werden: Du kannst sehen, wann jemand etwas hört, beitreten und außerdem synchron chatten, während die Musik läuft – um zu kommentieren, was gerade passiert, oder was als Nächstes kommt. Praktisch ist das genau die Art Detail, die einen Chat nicht nur zum Zusatz macht, sondern zu einem Teil des Hör-Rituals – sehr passend zu einer Zeit, in der selbst Warteschlangen für Songs wie ein sozialer Raum wirken.

Die Nutzung ist einfach und direkt in Nachrichten integriert. Aus einem Chat heraus können Premium-Nutzer oben rechts auf Jam tippen, um eine Anfrage für einen Remote-Jam zu senden. Die andere Person erhält die Einladung und kann annehmen oder ablehnen. Nimmt sie an, wird der Empfänger zum Host der Session; anschließend können beide Songs zu einer gemeinsamen Warteschlange hinzufügen und zusammen hören.

Wenn ein Jam läuft, sehen die Teilnehmenden den Anzeigenamen der jeweils anderen Person, und es erscheinen außerdem Songvorschläge, die auf den kombinierten Geschmacksprofilen basieren. Und wie bei jeder sozialen Session gibt es auch hier den Notausgang: Jeder kann den Jam verlassen, wann immer er möchte. Außerdem laufen ausstehende Einladungen ab, wenn sie nicht innerhalb weniger Minuten angenommen werden – so bleiben keine Anfragen wie Geisterbenachrichtigungen hängen.

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Verfügbarkeit, Voraussetzungen und was sich im Alltag ändert

Beide Funktionen werden per schrittweisem Rollout in den Märkten ausgerollt, in denen Nachrichten verfügbar ist – sowohl auf iOS als auch auf Android. Spotify geht davon aus, dass sie in diesen Märkten Anfang Februar breit verfügbar sein werden. Die Höraktivität steht allen Nutzern zur Verfügung, die Zugriff auf Nachrichten haben. Bei Jam anfordern gibt es hingegen eine Abo-Nuance: Die Anfrage startet ein Premium-Nutzer, aber Free-Nutzer können einer Session beitreten, wenn sie von jemandem mit Premium eingeladen wurden.

Dazu kommt eine Altersvorgabe: Da beide Funktionen Teil von Nachrichten sind, stehen sie Nutzern ab 16 Jahren zur Verfügung. Und das übergeordnete Ziel, das Spotify formuliert, ist klar: gemeinsames Hören einfacher zu machen, während Entdecken und die Ausdrucksmöglichkeiten innerhalb der App flüssiger werden.

Im Alltag ist dabei nicht nur relevant, „zu sehen, was andere hören“, sondern die Kombination der Signale: Zuerst bekommst du mit, was im nahen Umfeld gerade läuft – und wenn du willst, machst du daraus eine synchronisierte Hör-Session mit gemeinsamer Warteschlange. Das ist ein kleines Interface-Update, aber ein großer Dynamikwechsel, weil es genau an der Stelle Reibung reduziert, an der Pläne sonst oft scheitern: bei der Koordination. Und wenn wir ehrlich sind, braucht es manchmal nur diesen einen Song zur richtigen Zeit, um ein Gespräch zu starten.

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Edu Diaz

Mitgründer von Actualapp und begeisterter Anhänger technologischer Innovationen. Mit einem Geschichtsstudium und beruflich als Programmierer verbinde ich akademische Strenge mit Begeisterung für die neuesten Technologietrends. Seit über zehn Jahren bin ich Technologie-Blogger und mein Ziel ist es, relevante und aktuelle Inhalte zu diesem Thema anzubieten, die allen Lesern verständlich und zugänglich sind. Neben meiner Leidenschaft für Technologie schaue ich gerne Fernsehserien und teile gerne meine Meinungen und Empfehlungen. Und natürlich habe ich eine klare Meinung zu Pizza: definitiv keine Ananas. Begleiten Sie mich auf dieser Reise durch die faszinierende Welt der Technologie und ihre vielfältigen Anwendungen in unserem Alltag.