clicks communicator

Clicks Communicator: Das Handy mit physischer Tastatur ist zurück

User avatar placeholder
Escrito por Edu Diaz

Januar 4, 2026

Wenn du zuletzt das Gefühl hattest, dass dein Smartphone dich eher zum Konsumieren als zum Kommunizieren verleitet, könnte die Rückkehr physischer Tastaturen wie eine Erleichterung wirken – und auch wie eine Nostalgie mit gutem Grund. Clicks, bekannt für Tastatur-Zubehör, hat im Rahmen der CES ein neues Gerät namens Clicks Communicator vorgestellt: ein Smartphone, das klar auf das Schreiben und einen nachrichtenorientierten Ansatz setzt – mit Android 16 als Basis und einem Format, das an die BlackBerry- und Palm-Ära erinnert, aber mit eindeutig modernen Details.

Die Idee der Marke ist ungewöhnlich: Es soll als Zweittelefon dienen – „zum Kommunizieren, nicht zum Konsumieren“ –, während das Hauptgerät für Kamera, soziale Netzwerke und Content-Erstellung bleibt. Doch ergibt es Sinn, zwei Telefone und in vielen Fällen auch zwei Tarife mit sich herumzutragen? Genau hier beginnt die Diskussion, denn mit Blick auf Spezifikationen und Konzept könnte der Communicator für sehr bestimmte Nutzerprofile durchaus auch als Hauptgerät funktionieren.

Ein Smartphone zum Schreiben (und zum Kontrollieren von Benachrichtigungen)

Das zentrale Alleinstellungsmerkmal des Clicks Communicator ist seine physische Tastatur, die ein „Premium“-Tippgefühl liefern soll – mit ergonomischen Tasten und einem klar definierten Druckpunkt, der zum Formulieren einlädt, ohne auf die Bildschirmtastatur angewiesen zu sein. Dazu kommen Funktionen, die die Hardware gezielt nutzen: Die Tastatur ist touchfähig, damit du durch Nachrichten, E-Mails oder Webseiten scrollen kannst, ohne die Schreibposition zu verlassen. Außerdem gibt es ein Shortcut-System mit der sogenannten Clicks Key, die für individuell belegbare Schnellzugriffe gedacht ist.

clicks communicator

Ebenfalls spannend ist der Fokus auf Unterbrechungen. Clicks verbaut eine Signal LED, also eine konfigurierbare Hinweisleuchte, die aufleuchtet, wenn dir bestimmte Personen schreiben oder ausgewählte Apps Benachrichtigungen senden. Das ist nicht der erste Versuch, die Flut an Alerts zu „zähmen“, aber hier passt es besonders gut zur Idee eines Kommunikations-Smartphones: zu filtern, wer und was wirklich deine Aufmerksamkeit verdient – statt jede Notification zu öffnen, als wäre sie der Cliffhanger einer Serie.

Auch beim Design sind mehrere Entscheidungen klar auf Alltagstauglichkeit ausgelegt: Es gibt einen 3,5-mm-Klinkenanschluss für kabelgebundene Kopfhörer, seitliche Elemente in gebürsteter Metalloptik und einen physischen Schalter (von der Marke als Kill Switch bezeichnet). Zusätzlich bietet das Gerät austauschbare Rückseiten, um Optik oder Haptik anzupassen, und kombiniert Tastatur und Touchscreen, damit du ohne Reibungsverluste zwischen Schreiben und Navigation wechseln kannst.

Specs des Communicator: außen klassisch, innen ganz 2026

Technisch zeigt der Clicks Communicator, dass er mehr sein will als ein „dummes Handy“ für Anrufe und SMS. Er setzt auf ein 4,03 Zoll großes AMOLED-Display mit 1080 × 1200 Pixeln – ein kompaktes Format, das zur Idee schneller Kommunikation und Einhandbedienung passt und gleichzeitig die Versuchung reduziert, jede freie Minute in endloses Scrollen zu verwandeln.

Als Betriebssystem kommt Android 16 zum Einsatz. Laut Unternehmen ist das Gerät für Sicherheitsfunktionen wie Android Strongbox vorbereitet und bietet hardwarebasiertes Verschlüsselung. Beim Support verspricht Clicks 2 Jahre Android-Updates und 5 Jahre Sicherheitsupdates – ein wichtiger Punkt bei einem Produkt, das als tägliches Werkzeug gedacht ist und nicht als kurzlebiges Gadget.

clicks communicator

Bei der Konnektivität gibt es 5G sowie Unterstützung für 4G LTE und auch 3G/2G, außerdem Wi‑Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax, Bluetooth und NFC inklusive Google Pay. Das Smartphone wird unlocked verkauft und unterstützt nanoSIM und eSIM – ein entscheidender Punkt, wenn du es wirklich als Zweitgerät nutzen willst oder Privatleben und Arbeit trennen musst.

Der Akku ist ein weiterer Eckpfeiler: 4.000 mAh (Silicon-Carbon) mit Laden über USB‑C sowie Qi2-Wireless-Charging. Konkrete Laufzeitangaben seien noch zu früh, so die Marke, allerdings habe man Effizienz bereits im Design priorisiert – kombiniert mit einem modernen 4-nm-MediaTek-SoC, der auf eine 5G-IoT-Plattform ausgerichtet ist. Beim Speicher sind 256 GB intern verbaut, plus etwas, das in heutigen High-End-Geräten fast schon „archäologisch“ wirkt: microSD zur Erweiterung um bis zu 2 TB.

Und ja: Obwohl Clicks die „Content-Aufnahme“ lieber dem Hauptsmartphone überlassen möchte, bringt der Communicator Kameras mit, die nicht nach Alibi aussehen: 50 MP hinten mit Autofokus und OIS sowie 24 MP vorne. Weitere Details gibt es nicht, daher sollte man zur realen Bildqualität keine vorschnellen Schlüsse ziehen – dennoch ist klar erkennbar, dass es nicht als reines Notfallgerät gedacht ist.

Power Keyboard: die Tastatur, die dein Smartphone in ein Sidekick verwandelt

Clicks hat außerdem ein Zubehör für alle gezeigt, die physisches Tippen zurückhaben wollen, ohne gleich das Smartphone zu wechseln: das Clicks Power Keyboard. Dabei handelt es sich um eine QWERTY-Tastatur mit Zahlenreihe und Richtungstasten, die per MagSafe oder Qi2 andockt und zusätzlich einen 2.150-mAh-Akku mitbringt, um die Laufzeit des Telefons zu unterstützen. Das Besondere am Format: Du kannst das Smartphone horizontal oder vertikal drehen, und aus bestimmten Winkeln erinnert es unweigerlich an den Geist des Sidekick von T‑Mobile – ein Gadget, das viele bis heute mit der goldenen Ära des Messagings verbinden.

Die Kompatibilität ist breit: Es funktioniert mit iOS und Android und lässt sich über Bluetooth auch mit Tablets, Smart-TVs und sogar VR-Headsets verwenden. Vorbestellungen starten am 2. Januar, der Marktstart ist für das Frühjahr geplant – zum angekündigten Preis von 110 US-Dollar (mit Early-Bird-Preis von 80 US-Dollar).

Der Clicks Communicator selbst kann für 399 US-Dollar vorbestellt werden; am 27. Februar steigt der Preis auf 499 US-Dollar. Clicks beschreibt ein Reservierungssystem mit 199 US-Dollar Anzahlung oder vollständiger Zahlung, wobei eine Stornierung möglich ist, bevor daraus eine verbindliche Bestellung wird. Die Auslieferung soll später in diesem Jahr beginnen, ein finales Datum gibt es aktuell noch nicht.

Am heikelsten ist dabei das Konzept „Zweittelefon“: Wenn du klassische Anrufe über das Mobilfunknetz nutzen willst, brauchst du eine zweite SIM und eine zweite Nummer; Internet-Telefonie über Apps wie WhatsApp oder Telegram funktioniert dagegen wie auf jedem anderen Gerät. In der Praxis wirkt der Communicator wie für alle gemacht, die viel schreiben, Benachrichtigungen besser kontrollieren und passiven Konsum reduzieren wollen – ohne auf ein vollwertiges Smartphone zu verzichten. Und wenn dein Daumen seit Jahren nach einer echten Tastatur verlangt, steckt hier mehr als bloße Nostalgie dahinter: Es ist ein erstaunlich stimmiges Konzept.

Image placeholder
Edu Diaz

Mitgründer von Actualapp und begeisterter Anhänger technologischer Innovationen. Mit einem Geschichtsstudium und beruflich als Programmierer verbinde ich akademische Strenge mit Begeisterung für die neuesten Technologietrends. Seit über zehn Jahren bin ich Technologie-Blogger und mein Ziel ist es, relevante und aktuelle Inhalte zu diesem Thema anzubieten, die allen Lesern verständlich und zugänglich sind. Neben meiner Leidenschaft für Technologie schaue ich gerne Fernsehserien und teile gerne meine Meinungen und Empfehlungen. Und natürlich habe ich eine klare Meinung zu Pizza: definitiv keine Ananas. Begleiten Sie mich auf dieser Reise durch die faszinierende Welt der Technologie und ihre vielfältigen Anwendungen in unserem Alltag.